Autogenes Training:

Ich erlebe immer wieder in meiner Praxis, wie schnell das Erlernen eines Entspannungsverfahrens Wirkung zeigt.

Bereits in den ersten Wochen stellt sich ein Ruhe- und Entspannungsgefühl ein. Diese, wenn auch kleinen Pausen, kommen neu in den Alltag hinzu. Und so wird das Entspannen von Woche zu Woche intensiver und schöner, sofern regelmäßig geübt wird. In der Lernphase von ca. 8 - 10 Wochen sollte täglich das Autogenes Training trainiert werden. Es reichen bereits 2 Minuten täglich aus, damit sich neue Verbindungen (Synapsen) im Gehirn bilden. Das regelmäßige Üben führt zu einer Entspannung des Körpers. Habe ich es einmal erlernt, so kann es Jahre später wieder aktiviert werden. Ich vergleiche langanhaltenden Stress gerne mit einem Luftballon. Bin ich lange Zeit gestresst und überfordert, so ist mein Luftballon sehr prall. Die geringste Mehrbelastung führt oft zum Platzen des Luftballons (Überreaktion). Gönne ich mir jedoch neuerdings durch das Anwenden einer Entspannungsmethode tägliche Auszeiten, wird der Luftballon immer geschmeidiger, elastischer und die Herausforderungen des Alltags können leichter bewältigt werden. Autogenes Training ist ein sehr effektives Entspannungsverfahren. So habe ich die letzen Jahre in meiner Praxis erleben dürfen, wie nach Wochen des Übens sich Schlafstörungen, die oft viele Jahre für Müdigkeit, Überforderung und Erschöpfung sorgten, sich langsam auflösten. Einschlafen bedeutet loslassen. Oft ist durch das zuviel am Tag das Loslassen am Abend erschwert. Auch konnte ich immer wieder mit Freude feststellen, wie sich so manche innere Unruhe in Ruhe verwandelte, nervöse Magen-/Darmbeschwerden sich durch Entspannung beruhigten und Ängste bewältigt werden konnten. Ich selbst übe seit über 30 Jahren Autogenes Training. Es ist ein wunderbares Werkzeug, um einen tiefen Entspannungszustand zu erreichen. Und das ganz ohne Nebenwirkungen.

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